Traumatisiert?

Risiken der Traumatisierung erkennen und kompetent handeln

Die Anmeldefrist für die Veranstaltung ist leider schon abgelaufen. Bitte wenden Sie sich bei Interesse per E-Mail (afw@elisabethenstift.de) direkt an uns.

Status: Kurs abgeschlossen (Kurs abgeschlossen)

Das Wort "traumatisiert" fällt schnell, wenn es um Kinder und Familien mit Fluchterfahrung geht. Pädagogische Fachkräfte fühlen sich oft unsicher, ob sie ausreichend qualifiziert sind und ob es die Rahmenbedingungen erlauben, angemessen auf die Sorgen und Nöte, auf Fremdheit, auf Folgen der Kriegs- und Fluchtwunden reagieren zu können. Traumatische Erfahrungen können viele Gesichter zeigen und wirken manchmal auch über Generationen hinweg. Pädagogische Fachkräfte arbeiten mit - vielleicht - traumatisierten Kindern und deren Eltern, nicht aber mit ihrem Trauma. Interesse und Offenheit für ihre Erfahrungen, Kompetenzen und ihr Erleben ist, wie bei allen Kindern und Familien, die Eintrittskarte in Beziehung, Entwicklung und Bildung.

Ziel dieser Fortbildung ist es, pädagogischen Fachkräften einen kompetenten Umgang mit Veränderungen und Belastungen von Kindern im Kita-Alltag zu ermöglichen, sowie die Angst vor der Arbeit mit "traumatisierten" oder "auffälligen" Kindern abzubauen. Der ressourcenorientierte Blick auf Kinder und die professionelle Moderierung von Bildungsprozessen im frühpädagogischen Alltag, sollen hierbei stets im Vordergrund stehen. Die Fortbildung soll zudem ein Ort des kollegialen, wertschätzenden Austauschs und gegenseitiger Unterstützung sein.

Durch die Teilnahme
• lernen Sie Aktuelles aus der Traumapädagogik kennen,
• wissen Sie, wie sich "das Trauma" im Leben des Kindes und der Familien zeigen kann,
• können Sie "auffälliges Verhalten" wohlwollend annehmen und im Hinblick auf die Unterscheidung von Entwicklungskrise und Traumatisierung beurteilen,
• kennen Sie Konzepte der Resilienz- und Traumapädagogik und können in konkreten Situationen Schutz- und Risikofaktoren erkennen,
• finden Sie im Austausch mit anderen neue Handlungsansätze zur Stärkung von Kindern und Familien.

Theoretische Grundlagen:
- Traumapädagogik, Resilienzforschung

Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan:
- BEP: Entwicklung von Kindern, starke und resiliente Kinder, kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen, Ressourcenorientierung
- BEP-Lupen: Soziale und emotionale Kompetenzen, Interaktionsqualität (Kinder mit Fluchterfahrung), Inklusive und vorurteilsbewusste Haltung, Kinder und Familien mit Fluchterfahrung