Interreligiöse Bildung – Mit Kinder über Weltanschauung reden
Status:
(Anmeldung möglich)
Im Hessischen BEP wird die Vermittlung von Werten sowie die Auseinandersetzung mit religiösen und weltanschaulichen Fragen als zentrale Querschnittsaufgabe verstanden. Im Sinne einer inklusiven, demokratischen, weltoffenen Bildung wird hier betont, dass Religiosität zur kindlichen Persönlichkeitsentwicklung gehören kann und in ihrer Vielfalt Anerkennung und Förderung benötigt. Kinder stellen von sich aus existenzielle Fragen über Leben, Tod, Gerechtigkeit, Zusammenleben, den Sinn des Lebens oder eine höhere Macht. Diese Fragen verdienen Raum, Aufmerksamkeit und Wertschätzung in frühpädagogischen Kontexten. Fachkräfte sind herausgefordert kindliche Fragen nach Religion und Sinn sensibel aufzugreifen, ohne zu missionieren oder zu werten. Zum Auftrag frühkindlicher Bildungseinrichtungen gehört es, Kinder zur Reflexion über Werte und Normen anzuregen, ihnen Orientierung zu geben und ein von Respekt, Empathie, Verantwortung getragenes Zusammenleben zu fördern.
Durch die Teilnahme
• lernen Sie, die religiöse und weltanschauliche Vielfalt als Bereicherung wertzuschätzen
• lernen Sie unterschiedliche religiöse Traditionen und Wertsysteme kennen
• reflektieren Sie eigene religiöse und weltanschauliche Positionen
• nehmen Sie eine wertschätzende, vorurteilsbewusste, dialogoffene Haltung gegenüber Kindern, Familien, Kolleg*Innen mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund ein
• verstehen Sie, wie Kinder Religion wahrnehmen und leben
• entdecken Sie in Geschichten, Symbolen, Festen, Ritualen die Werte der unterschiedlichen religiösen Traditionen interreligiös und dialogisch
• beziehen Sie Familien mit ihren religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen ein
Theoretische, methodische und konzeptionelle Grundlagen:
- Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (2019): Bild vom Kind, soziale Ko-Konstruktion als pädagogischer Ansatz, Religiosität und Werteorientierung
- BEP-Lupen: Werte, Haltungen und Religion; Kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit, Partizipation, soziale und emotionale Entwicklung; Ethik und Verantwortung
- Diversitätssensible Pädagogik: kulturelle, religiöse, weltanschauliche Vielfalt anerkennen und berücksichtigen
- Methoden: Input, Theorie-Praxistransfer, Praxisbeispiele und kollegiale Beratung