Pädagogik unter Corona-Bedingungen

Kinder stärken in ihrer Entwicklung - Kinder und Familien in der Corona-Zeit professionell begleiten.

 

Das afw bietet Fortbildung, Beratung, Begleitung: maßgeschneidert und vielfältig: direkt bei Ihnen vor Ort, in digitalen Formen, mit Telefonkonferenzen und anderen Formen des Lernens und der Kommunikation auf Abstand.

Was wir Ihnen anbieten 

Jede pädagogische Fachkraft steht heutzutage vor folgenden Fragen:

  • Wie können wir professionell und handlungsfähig werden/bleiben und an unseren Grundätzen und Prinzipien der Pädagogik anknüpfen und dabei die Hygienevorschriften  und Schutzbestimmungen erfüllen?
  • Welche Herausforderungen und Chancen liegen in einem eingeschränkten Regelbetrieb, in der Kinder tageweise in unserer Kita sind und wir den Kontakt zu den Familien halten und das Lernen des Kindes im hier und dort gestalten?
  • Welche Herausforderungen und Chancen liegen in der Zusammenarbeit im Team, in der jede Person mit  ihren Möglichkeiten und Stärken dazu beitragen kann, dass wir eine kindzentrierte Pädagogik leben können – ob direkt mit Kindern oder virtuell verbunden mit Kindern und Team im Homeoffice?
  • Was können wir lernen und wie profitieren für unsere pädagogische Zukunft: von einer Pädagogik der Kleingruppen, einer intensiven Beziehungsgestaltung mit einzelnen Kindern, einer kindzentrierten und alltäglichen Zusammenarbeit von Kita und Familie, unter Einbeziehung der Vielfalt der Lebenswelten und auf Abstand.

Schließtage für Fortbildungen – undenkbar?

Unsere Inhouse-Fortbildungen können vielfältige Formen annehmen:

  • Wir nutzen Dienstbesprechungen
  • Wir arbeiten regelmäßig in kleinen Zeiteinheiten mit Delegierten aus den Teams
  • Wir begleiten (Klein)Teams im neuen pädagogischen Alltag
  • Wir nutzen praxisbegleitendes Lernen: Wir arbeiten mit den Kindern und pädagogischen Mitarbeitenden – und reflektieren den Prozess. Somit können die theoretischen Inhalte begleitet umgesetzt und anschließend reflektiert werden

Wir begleiten Sie in Ihrem Prozess – maßgeschneidert nach Ihren Möglichkeiten. Dabei können Sie nach wie vor auch BEP-akkreditierte Formate nutzen.

Wir sind für Sie da – vor Ort oder mithilfe von digitalen Medien

Wir kommen bei Interesse zu Ihnen in die Einrichtung

  • Unter den vorgeschriebenen Hygienevorschriften und Schutzbestimmungen des Robert-Koch-Instituts

Wir arbeiten bei Interesse digital oder klassisch mit Telefonkonferenzen und Post

  • Hierbei können wir auch diejenigen pädagogischen Mitarbeitenden einbeziehen, die in Homeoffice sind und zu den sogenannten Risikogruppen zählen
  • Wir unterstützen Sie bei den technischen Herausforderungen – Lernen im virtuellen Raum muss nicht kompliziert sein.

Wir begleiten und unterstützen Sie in Ihren Entwicklungsprozessen – bei diesen herausfordernden pädagogischen und organisatorischen Aufgaben der Wiederaufnahme eines eingeschränkten Regelbetriebes unter „Corona-Bedingungen“, die zeitlich nicht absehbar sind.

Wie kann man sich das vorstellen?

Für Ihre eigenen Anregungen stellen wir hier Beispiele vor. Sie dienen der Orientierung. Wir schneidern dann IHR Thema in IHREM Format.

 

Beispiel 1: Eine Spinne hat acht Beine - vernetztes Lernen in der Kleingruppe. Vernetztes Lernen in Kita und Zuhause
Tanz, Musik, Mathematik und Naturwissenschaft, Sprache und Kommunikation – all diese Bildungsbereiche können aktiviert werden bei dem, was Kinder interessiert. Lernprozesse beobachten und befragen, Entwicklungsprozesse anstoßen in der Kita und zuhause, kreative und mediale Mittel nutzen.

Beispiel 2: Den Corona - Alltag meistern
Die Erfahrungen reflektieren und dabei erkennen, auf welche Fähigkeiten und Werte man zurückgreifen konnte und welche Kompetenzen weiterentwickelt werden können. Wir arbeiten an Ihrem pädagogischen Konzept, entwickeln neue pädagogische Lösungen für die Grundsätze und Prinzipien pädagogischer Arbeit unter Corona-Bedingungen.

Beispiel 3: Praxisbegleitendes Lernen
Die Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt. Wir greifen Ihre aktuellen Praxisfragen auf und Sie gewinnen Handlungssicherheit in der Verbindung von Praxis – Reflexion – Theorie gewinnen:

  • Was brauchen wir an Wissen um Gruppendynamik und Gruppenpädagogik, um in kleinen Gruppen arbeiten zu können?
  • In Beziehung sein mit dem Kind, auch wenn es nicht immer in der Kita ist, Kontinuität und Begleitung des einzelnen Kindes sichern, Mikrotransitionen gestalten
  • Die Entwicklungsprozesse des Kindes im Blick: Resilienz stärken, Selbstwirksamkeit erleben in Krisen. Bei Kindern und bei Erwachsenen
  • Wie können wir Partizipation leben mit den neuen Einschränkungen?
  • Raufen, kämpfen, austoben – wie geht das auf Abstand? Berührungsfreie Bewegungsangebote erproben
  • Gemeinsam mit Kindern (nach)denken über Fragen, die Kinder beschäftigen
  • Sicherheit und Schutz für Kinder und Erwachsene: wie umsetzen in der Krippe, in der Kita, in der Schulkindbetreuung?

Beispiel 4: Gesundheit und Wohlbefinden in einer krisenhaften Zeit
Was braucht das einzelne Kind für sein seelisches und körperliches Gleichgewicht? Gefühle und Bedürfnisse der Kinder wahrnehmen – Kinder erzählen, können das, was sie bewegt auf verschiedene Weise ausdrücken. Schritte wagen und aus 1001 Möglichkeiten auswählen: mit kreativen, gestalterischen, spielerischen, theatralen, bewegungsfreudigen, stillen, entspannten, erzählerischen Aspekten – je nach den Kompetenzen der Mitarbeitenden. Verstehen wie das Konzept der Salutogenese im Alltag genutzt werden kann.

Beispiel 5: Kleingruppenpädagogik in der Offenen Arbeit, Kinder stehen bei uns im Mittelpunkt
Wie kommen wir aus dem Lernen der Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der Kleingruppen-Betreuung in die Öffnung unter Berücksichtigung der aktuellen Bedingungen?  Was bedeutet Offene Arbeit in einer Welt der Beschränkung? Wie könnte z.B. ein Raumrotationsplan aussehen, der die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt? Wie müssen wir unser pädagogisches Konzept differenzieren und anpassen an die „Corona-Bedingungen“? Wir unterstützen Sie prozessbegleitend bei diesen und Ihren Fragen und dem Prozess.

Beispiel 6: Mit den eigenen Stärken arbeiten. Selbstwirksamkeit und gemeinsame Handlungssicherheit erleben
Die Kompetenzen und Stärken der einzelnen im Team im Blick: Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit in dieser herausfordernder Zeit gestalten, miteinander arbeiten - ob von zuhause oder in der Einrichtung. Mit dem Konzept der Salutogenese die Ressourcen im Team entdecken: Welche Stärken habe ich gerade jetzt in dieser heraus-fordernden Zeit? Wie kann ich mir Gutes tun im Sinne von Selbstfürsorge? Wie gehe ich mit Ängsten und mit Ungewissheiten um? Was können wir als Team füreinander tun?

Beispiel 7: Literacy – Bücher begleiten Kinder und uns in dieser Zeit
Für die pädagogischen Fachkräfte:
telefonische Beratung, Kinderbuchlisten per Email maßgeschneidert nach den Wünschen der Kitaleitung, falls das hier technisch geht - Kurze Filme vor meinem Kinderbuchregal mit den jeweils drei besten Bilderbüchern zu Familie, Umwelt, in den Einrichtungen mit Sicherheitsabstand Regale sortieren und Anschaffungsvorschläge per E-Mail machen. Für die Eltern: monatliche Elternbriefe mit Ideen rund um Kinderthemen, Sprachförderung. Mit den Kindern lernen und reflektieren: Erleben von Bilderbuchkino, Kamishibai mit beschränkter Anzahl von Kindern; Reflexion und Beratung.

Beispiel 8: Qualifizierte Schulvorbereitung mit Diskontinuitäten
Was uns pädagogisch wichtig ist auf neuen Wegen sicher stellen; Lernprozesse in Kita und zuhause begleiten, die den Interessen der Kinder entsprechen, Lerngemeinschaft erleben, die Entwicklung des einzelnen Kindes einschätzen und gezielt stärken.

Beispiel 9 für Sprach-Kitas:  Digitale Fortbildung im Schwerpunkt sprachliche Bildung und Sprachförderung - eine Chance zur Qualifizierung trotz Corona
Übergänge von der Alltagssprache zur Bildungssprache (BiSS). Unterschiedliche Anforderungen in der mündlichen Sprache, in der schriftlichen Sprache, in der „Fach“sprache (Rechnen, Sachkunde, Naturwissenschaft) erkennen, ko-konstruktiv nach den Fundamenten in der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung suchen für den Erwerb der Bildungssprache in der Schule, erkunden Sie, wie bildungssprachliche Fähigkeiten in  der Kita angebahnt werden können.

Beispiel 10 für die Arbeit mit Kindern unter Drei – kreative Wege finden für Nähe, Kontinutität und emotionale Sicherheit
Kinder in den ersten drei Lebensjahren haben andere Bedürfnisse als Ältere. Ihre Betreuung ist gekennzeichnet von intensivem körperlichen und emotionalen Kontakt sowie notwendiger Kontinuität und Stabilität. Wie können diese Qualitätsmerkmale erhalten bleiben und wodurch kann diesen Bedürfnissen entsprochen werden? Wie können Brücken gebaut werden, die junge Kinder verstehen und annehmen und welche Rolle spielt dabei die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft?

Coachings und Supervisionen

Team-Supervision: Wir nutzen den stärkenorientierten Ansatz des Bildungsplans, wenn wir mit Ihnen auf Ihre Situation schauen und diese verstehen möchten, Ressourcen entdecken und kreativ Lösungen entwickeln für konkrete Herausforderungen. 

Leitungscoaching – in der eigenen Einrichtung oder mit anderen Leitungspersonen
Jeder Tag ist anders. Es gibt keine gewohnten Handlungen und Abläufe mehr, vieles muss neu gedacht und im Alltag umgesetzt werden.
Mit einer offenen und gestärkten Haltung durch den Kitaalltag zu gehen und den Veränderungsprozess zu steuern, auch wenn der nicht von Ihnen selbst angestoßen wurde!
Das Gefühl der Überforderung, der emotionalen Anspannung, der Verägerung, der Wut – alles berechtigte emotionale Zustände.

Dann der Alltag: "Wiedereingewöhnung" der Kinder, bei Personalmangel und Betretungsverbot, oder gewünschter minimaler Anwesenheit der Eltern zur Erfüllung des Infektionsschutzes? Wie gewährleisten wir für das Team den Arbeits- und Gesundheits-schutz? Im Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Wertebildungsauftrag, der Vielfalt von familiären Lebenswirklichkeiten, unterschiedlichen Persönlichkeiten und Werte-vorstellungen in einem Team und der eigenen Wertehierarchie. In Krisenzeiten auf gemeinsamen Werten aufbauen, um handlungsfähig zu bleiben und soziale Sicherheit innerhalb eines Teams aufbauen zu können.

Von Beginn an gut beraten:

  • Erster Kontakt: Wir klären mit Ihnen die Eckpunkte Ihres Vorhabens.
  • Auftragsklärung: Sie präzisieren Ihre Zielvorstellungen, können dafür Beratung in Anspruch nehmen und lernen unsere Arbeitsweise kennen.
  • Angebotserstellung: Sie erhalten von uns ein schriftliches Angebot.
  • Durchführung: Wenn Sie unser Angebot annehmen, setzt sich die Referentin/der Referent mit Ihnen vor der Durchführung der Veranstaltung in Verbindung, um letzte Absprachen über Inhalte und Organisatorisches zu treffen. Am vereinbarten Termin und Ort wird sie/er dann die Veranstaltung bei Ihnen durchführen.
  • Auswertung: Jede Veranstaltung wird bei uns evaluiert und reflektiert. Teilnehmerbefragungen sind dabei ein Instrument. Diese werden auch bei kleinschrittigen Prozessen und bei digitalen Lernformen eingesetzt

Sie brauchen eine BEP-akkreditierte Fortbildung?
Auch dies ist in veränderten Formen des gemeinsamen Lernens möglich. Schauen Sie in unser afw Programm und wählen Sie Ihr Thema aus. Dann entwickeln wir ko-konstruktiv das Angebot Ihrer Wahl.