10. Netzwerktreffen Hessischer Kinder- und Familienzentren

Eigentlich war eine große Feier geplant, aber auch in diesem Fall ist es coronabedingt anders gekommen, als geplant. Das Arbeitszentrum Fort- und Weiterbildung (afw) und die Arbeitsgemeinschaft Hessische Familienbildung (AHF) luden zum Jubiläum ein – das 10. Netzwerktreffen Hessischer Kinder- und Familienzentren. Statt Netzwerken vor Ort, diesmal als Online-Veranstaltung. Wie in den Vorjahren wurde das Netzwerktreffen vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration finanziert, die Fachbereichsleitung Elke Malburg und der Hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose und eröffneten die Veranstaltung mit einer Video-Botschaft:

"Sehr geehrte Frau Naue, sehr geehrte Frau Niebergall, sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie zum 10. Netzwerktreffen hessischer Kinder- und Familienzentren. Leider kann ich heute nicht persönlich anwesend sein, freue mich aber, wenigstens auf diesem Weg ein paar Worte an Sie zu richten. Das heutige Netzwerktreffen findet bereits zum zehnten Mal statt – ein Jubiläum, zu dem ich Ihnen ganz herzlich gratuliere. 
Bereits zu Beginn der Förderung von Familienzentren hat Hessen einen eigenen innovativen Weg entwickelt. Hier bei uns konnten sich Familienzentren aus Einrichtungen mit ganzheitlichen familienbezogenen Angeboten heraus entwickeln. Dieser Weg hat sich bewährt. Durch die breite Vielfalt der Einrichtungen hat sich landesweit ein bedarfsgerechtes und generationenübergreifendes Angebot für alle Menschen im Sozialraum entwickelt.  
Dadurch ist es heute allen Familien möglich, Unterstützung wohnortnah zu erhalten. Die einzelnen Angebote sind dabei auf die Bedarfe innerhalb des jeweiligen Sozialraums abgestimmt. 

Die Leistungen unserer Familienzentren sind so bunt wie das Leben selbst. Neben der Eltern- und Familienbildung werden Bildungsangebote, Beratung, Unterstützung und Informationen für alle Lebensalter vorgehalten. Familienzentren halten Angebote von „0 bis 99“ Jahren bereit, das stimmt heute noch genauso wie zu den Anfängen.
Aber Familienzentren benötigen auch selbst Begleitung. Als Hessische Landesregierung unterstützen wir ihre Arbeit deshalb auf vielfältige Art und Weise – durch Fortbildungen, Fachtagungen und andere Informationsangebote, aber natürlich auch durch finanzielle Förderung. So wurde in diesem Jahr beispielsweise jedem Familienzentrum ein zusätzlicher Förderbetrag von bis zu 5.000 € zur Verfügung gestellt, um die coronabedingten Herausforderungen bewältigen zu können.  
Von den im Jahr 2011 ursprünglich geförderten 46 bis zu heute 181 Familienzentren hat sich viel bewegt. Seit dem 1. Oktober unterstützt nun auch unsere Landesservicestelle die Arbeit der hessischen Familienzentren. Sie steht Ihnen bei allen wichtigen Fragen hilfreich und beratend zur Seite.
Sie können sich darauf verlassen: Auch künftig haben die Familienzentren einen hohen Stellenwert in unserer Familienpolitik.  
Ihr Erfolg aber ist vor allem auf die tägliche Arbeit vor Ort zurückzuführen. Für dieses Engagement danke ich Ihnen allen von Herzen. Besonders auch in den vergangenen Monaten der Pandemie haben Sie vielen Familien in Hessen das Leben erleichtert. 

Für Ihr heutiges Netzwerktreffen wünsche ich Ihnen nun viel Spaß, neue Erkenntnissen und einen interessanten Austausch!"

Was war - was ist - was bringt die Zukunft?“: An die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten den Vorträgen. Herr Dr. Wüst von der Karl-Kübel-Stiftung stellte die Landesservicestelle für hessische Familienzentren vor. Die neu eingerichtete Servicestelle unterstützt die 181 Familienzentren in Hessen bei ihrer Arbeit, bietet Hilfe zur Selbsthilfe, fördert den Austausch untereinander und bietet fachlichem Input. Frau Daniela Macsenaere, Fachbereichsleitung Frühe Bildung aus dem Institut für Kinder- und Jugendhilfe referierte über „10 Jahre Familienzentren. Was war? Was ist? Was bringt die Zukunft?“. Frau Christina Wieda von der Bertelsmann-Stiftung berichtete aus der nordrhein-westfälischen Modellinitiative „Kein Kind zurücklassen!“. 

In der Workshop-Runde diskutierten die Teilnehmenden unter anderem über die Fragen „Wie fährt das ‚Schiff‘ Ihres Familienzentrums gerade durch die schwere See der Corona-Zeit?“, „Was hat Sie gefreut, bei all den Schwierigkeiten?“ und „Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Einrichtung?“

Einen kreativen Überblick über die Veranstaltung bietet die Sketchnote von Judith Metz.